Die Wochenschau

Storchenschützer bauen weiteren Horst für die schwarz-weißen Vögel

Ein neues Heim für Adebar

Dörpstedt. Ein neues Storchennest steht  auf dem Grundstück von Regina Kolls am Kaninchenweg. Sie ist ehrenamtlich bei der Weißstorchbetreuung in den Kreisen Nordfriesland und Schleswig tätig und berichtet über die gelungene Aktion, bei der sich drei engagierte Nachwuchskräfte im Storchenschutz ordentlich ins Zeug gelegt haben. Die Anwohner sind begeistert und gespannt, ob das Nest nun im Frühjahr von den Störchen angenommen wird. Die ersten Störche sind im Norden bereits wieder angekommen. Die Westzieher kommen aus Südfrankreich oder Spanien zurück.  Ab Mitte März bis Mitte April werden dann die ersten Ostzieher zurück erwartet. Welches Paar dann den neuen Horst für sich entdeckt, bleibt abzuwarten.

Jochen Schröder, Storchengebietsbetreuer in Dithmarschen-Süd organisierte den Transport des 13 Meter langen Betonmastes. Stephan Struve − engagierter Storchenschützer aus Erfde − baute und montierte die Nestunterlage und leitete das Setzen des Mastes. Dennis Lübker, begeisterter Storchenfan aus Jübek, hat das Nest gefertigt, transportiert und auf der Halterung befestigt. Mit einzigartiger Motivation sind so drei Einzelkämpfer zusammengewachsen. Andreas Fedde, Chef der Zimmerei Fedde aus Börm, stellte bereits zum wiederholten Mal für die Storchengebietsbetreuer seinen großen Teleporter bereit. Seine Ruhe und Geschicklichkeit beim Abladen und Aufrichten des 1,6 Tonnen schweren Mastes nahm auch den interessierten Zuschauern bei der Aktion die Furcht vor möglichen Schäden. Jörg Heyna aus Dithmarschen, Storchengebietsbetreuer für Schleswig-Flensburg und Nordfriesland ließ es sich nicht nehmen und musste nach eigener Aussage ebenfalls „Flagge zeigen“. Für alle Beteiligten war es das erste Mal, einen Betonmast in einem stillgelegten Klärschacht zu befestigen. Nachdem der Mast seinen Standplatz in der Grube gefunden hatte und mit dem Teleporter ausgerichtet und am Haken in Position gehalten wurde, konnte geschaufelt, geschüttet, gewässert und gestampft werden. Das etwa zwei Quadratmeter große Loch wurde mit einer Mischung aus Teersplit, Kies, Zierkiesel und 200 Kilogramm Schnellbeton befüllt. Nach drei Stunden war es geschafft. Das Storchennest steht im Grünen, als ob es schon immer dort war. Auch die Anwohner sind begeistert und gespannt, ob das Nest bereits im Frühjahr von den Störchen angenommen wird. Regina Kolls nimmt dazu gerne Anregungen entgegen, wie sie das Nest für die Störche attraktiver machen kann. msü

Arbeiterwohlfahrt feiert 100. Geburtstag

Hundert Hundertjährige gesucht

Schleswig. In Schleswig-Holstein leben nicht nur die glücklichsten Menschen, sondern statistisch gesehen auch die ältesten. Mit einer einzigartigen Fotoaktion will die AWO Pflege Schleswig-Holsteins Hundertjährige in den Mittelpunkt stellen.

Passend zum 100. Geburtstag der AWO im Jahr 2019 sollen Porträts von hundert Hundertjährigen aus Schleswig-Holstein in einer Fotoausstellung gezeigt und in einem Bildband veröffentlicht werden. Um die Zahl 100 zu erreichen, sucht die AWO Pflege noch weitere Hundertjährige aus Schleswig-Holstein, die Lust haben, sich porträtieren zu lassen und ihre Lebensgeschichte an die Nachwelt weiterzugeben. „Ich würde mich natürlich freuen, wenn wir aus Schleswig oder der näheren Umgebung Senioren finden, die sich an der Aktion beteiligen“, erklärt Maren Korban, Leiterin der Arbeiterwohlfahrt in Schleswig. Wer sich angesprochen fühlt, der beispielsweise in der Weimarer Republik gelebt, den Nationalsozialismus überlebt und das Wirtschaftswunder erlebt hat und der gerne an dieser Aktion teilnehmen würde, oder wer jemanden kennt, der hundert Jahre alt ist kann sich bei Anja Abel unter der Telefonnummer 0431-5114551 oder per Mail an anja.abel(at)awo-sh.de melden. awe