Die Wochenschau

Vizemeister Treia des Landeswettbewerbes 'Unser Dorf hat Zukunft' baut Ideen weiter aus

Mit Weitblick in die Zukunft

Treia „Vor einem Jahr konnte sich unser Dorf gegen eine Menge Konkurrenten durchsetzen und ist im Landeswettbewerb 'Unser Dorf hat Zukunft' Vizemeister geworden“, erinnert sich Bürgermeister Raoul Pählich gerne, „daran und an die vielen guten Ideen, die im Zuge unserer Bewerbung entstanden sind, werden wir jetzt anknüpfen.“ Die hohe Beteiligung und das Engagement der  Bürger hat den Bürgermeister sehr beeindruckt. Und auch die Jury sah das große Potenzial der Gemeinde, das sich besonders durch den engen Zusammenhalt ausdrückte. „Wir haben lange an den Themen gearbeitet, die uns bewegen und die für die Entwicklung unserer Gemeinde wichtig sind“, erklärt er, „jetzt gilt es, die bereits erarbeiteten Ergebnisse noch einmal zu bewerten [...]“

Für Bürgermeister Raoul Pählich steht nach dem Vizesieg  im Landeswettbewerb 'Unser Dorf hat Zukunft' die weitere  Entwicklung der Gemeinde im Fokus. Die bereits erarbeiteten Ergebnisse müssen noch einmal bewertet werden: „Was macht uns besonders? Was gewährleistet unsere Zukunftssicherheit und an welchen Stellen können wir noch besser werden?“, fragt er. Am Donnerstag, 11. April, treffen sich alle Interessierten um 19.30 Uhr im Osterkrug zu einer Auftaktveranstaltung. Damit alle auf einem Wissensstand sind, werden die fünf Themenfelder (Entwicklungskonzepte und wirtschaftliche Initiativen, Soziale und kulturelle Aktivitäten, Ästhetische und nachhaltige Entwicklung des Ortsbildes, Innovative Ansätze für Daseinsvorsorge und Infrastruktur und Interkommunale Kooperationen) und die bisherigen Ergebnisse vorgestellt. „Wir freuen uns sehr, wenn uns noch mehr Interessierte unterstützen. Kommen Sie einfach vorbei, reden Sie mit, arbeiten Sie mit“, lädt Raoul Pählich ein. In den kommenden Monaten sollen die Ideen zusammengetragen und konkretisiert werden. „Ich bin mir ganz sicher, dass wir gemeinsam eine Menge auf die Beine stellen werden. Und wenn Wirtschaft, Vereine, Politik und die Bürgerinnen und Bürger wieder an einem Strang ziehen, werden wir die Zukunft Treias weiter ausbauen.“ ckb

Kunstausstellung Popkiss kommt mit mehr als 300 Exponaten in das Varieté Heimat

Der Sommer in Schleswig wird bunt

Schleswig.  Popart, Urban Art und Streetart – der Sommer in Schleswig wird bunt, sehr bunt. Denn die Galerie pop-street.shop aus Hamburg veranstaltet mit Partnern aus Kultur, Wirtschaft und Gesundheit die große Kunstausstellung Popkiss im Varieté Heimat. Von Freitag, 19. Juli,  bis Sonnabend, 31. August, stellen über 30 Künstlerinnen und Künstler aus Skandinavien, den USA und Deutschland ihre Werke auf über 1000 Quadratmetern aus, darunter auch Künstler aus den Schleswiger Werkstätten. Das Motto hier: „Mein Herz ist keine Irrenanstalt.“ Dazu wird die Heimat, das bekannte Varieté direkt am Ostseefjord Schlei, nahezu komplett umstrukturiert. Ein neues Raum-im-Raum Konzept bietet Platz für die mit weit über 300 Exponaten wohl größte Ausstellung dieser Art in Deutschland. Der Keller ist dabei den über Achtzehnjährigen vorbehalten. Alle Kunstwerke können käuflich erworben werden. Was übrig bleibt, wird im Anschluss im Helios Klinikum ausgestellt.

 

Die niederländische Künstlerin Maaike Dirkx besuchte die Heimat und die Schlei im Vorfeld und verliebte sich augenblicklich in den Ort. So entstand der gewagte Anspruch, die größte Cerealien-Packung der Welt zu erstellen. Die Flakes Store Packung von acht Metern Höhe und fünf Metern Breite stand direkt am Ufer gegenüber des Weltkulturerbes Haithabu. Sie ist ein Symbol für Stärke und Schwäche, von Konsum und Freiheit. Auf die handelsübliche Frage nach Sinn und Sinnhaftigkeit des Objektes, antwortet Mario Hoff, künstlerischer Leiter der Heimat: „Die Vergänglichkeit des Objektes ist bewusst vorprogrammiert. wenn es dem Klima des rauen Nordens nicht standhält, verschwindet das Objekt nach der ersten Popkiss vom Ufer des Ostseefjord-Schlei. Und wie eine leckere Portion Flakes wird die Riesenpackung eine angenehme Erinnerung beim Betrachter hinterlassen. Oder Bauchschmerzen. Beides ist völlig in Ordnung und trifft unseren Anspruch an Kunst, Kitsch und Heimat.“ In der Tat konnte das Kunstwerk drei Stürmen trotzen, dem vierten nicht. Bürgermeister Christiansen kommentierte: „Es hat im Sein und im Zerfall Aufmerksamkeit erregt und damit das Ziel erreicht.“

 Für die gebürtige Niederländerin Maaike Dirkx steht das Pin-Up und seine Entwicklung als Symbol für die sexuelle Befreiung der Frau.  So findet sich diese nostalgische Figur und Stilrichtung heute in der Popkultur ebenso wieder wie im Burlesque und auf den Titeln der Lifestyle- Magazine. Die „Flakes Girls“ überzeugen mit Selbstbewusstsein, Eigenwilligkeit und Ausdrucksstärke.  Annette Oelleking, wirtschaftliche Kuratorin der Popkiss, steht hinter dem Konzept: „Die Wirtschaftbetriebe haben sofort Feuer gefangen.“ Mit einem Foodtruck-Festival, Live-Kunst sowie Live-Tattoos, Open-Air-Kino und -Bühne verspricht die Veranstaltung neben Kunst viel Unterhaltung - Popart eben.